Explorer Diaries, Part 1 – Rafting auf dem Kaituna River

Hellöle liebe Backpacker!

Viele von euch haben uns in der letzten Woche gefragt, welche denn unsere Highlights in Neuseeland waren. Welche Abenteuer wir erlebt haben und welche Geheimtipps wir haben.
Miri und ich haben lange über diese Fragen nachgedacht und sind zu dem Entschluss gekommen, dass jeder Tag ein Erlebnis war. Es gab so viel zu erleben. Fallschirmspringen, Bungy, Segeln auf einer Yacht, Schwimmen mit Delfinen und vieles, vieles mehr. Wir können somit die Fragen nicht wirklich pauschal beantworten und haben uns gedacht, dass wir daraus eine Blogreihe gestalten möchten und euch so ein paar Highlights detaillierter berichten.
Und unser erstes Erlebnis was wir mit euch teilen möchten ist:

Rafting auf dem Kaituna River

Der Kaituna River befindet sich nur ein paar Kilometer außerhalb von Rotorua und ist somit perfekt für Backpacker zu erreichen. Es gibt sogar die Möglichkeit eines kostenlosen Shuttle vom City Centre zur Raftingstation.
Klar Raften kann man auch in Süddeutschland und Österreich, aber glaubt uns Rafting auf dem Kaituna River ist einfach der Hammer! Hier habt ihr die einmalige Chance (oder auch mehrmalige, denn wir waren zweimal ;)) den höchsten raftbaren Wasserfall der Welt herunter zu stürzen! Macht man nicht alle Tage, wie wir finden.
Doch beginnen wir erstmal am Anfang.
Einen Tag bevor wir uns einen sieben Meter hohen Wasserfall hinunterstürzten wanderten wir auf einem Weg parallel zum Kaituna River. Hier konnte man die Schlauchboote beobachten, wie sie sich flussabwärts schlängelten. Auf einer Aussichtsplattform beobachteten wir das ganze etwas genauer und sahen wie sich die Schlauchboote die Wasserfälle hinabrauschten. Neben uns stand ein älteres deutsches Pärchen und die Frau sagten mit einem Kopfschütteln zu ihrem Mann: ,,Wer soll das bloß versichern?” Wir konnten uns das Lachen einfach nicht verkneifen und wir beschlossen auf dem Rückweg, dass wir genau das auch machen werden. Genau da wollten wir auch der Natur trotzen.
Zurück auf dem Campingplatz buchten wir unser Abenteuer gleich für den nächsten Tag.

Nachdem wir am nächsten Tag etwas zu früh an der Station angekommen sind, begrüßten uns die Guides herzlich in ihrer Runde und luden uns erstmal ein, ein wenig mit ihnen zu chillen und einen Outdoorkurzfilm über eine Wildwasserexpedition zu schauen. Dabei fiel uns auf, dass ein Guide Hauptakteur des Films war und da haben wir schon gemerkt, die Jungs sind Profis. Dieser erste Eindruck hat sich mehrfach bestätigt! Nachdem auch alle weiteren Besucher angerückt sind, bekamen wir Neoprenanzüge, sowie Helme und Rettungswesten. Auf unserer vierminütigen Busfahrt zum Start unseres Abenteuers bekamen alle eine kurze Sicherheitseinweisung, damit alle wieder heil zurückkommen. Nachdem die Teams eingeteilt wurden und jeder ein Paddel hatte, wurden die Rafts, eins nach dem anderen, zu Wasser gelassen. Ab dem Zeitpunkt gab es kein zurück mehr;)!

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Die ersten Meter wurden die wichtigsten Kommandos geübt und unser Guide erklärte uns noch ein paar wichtige Sicherheitshinweise, zum Beispiel wie wir uns im Fall einer Kenterung zu verhalten haben. Nach ein paar Metern, in denen wir Bewegungsabläufe übten, ging es dann schon los mit den ersten kleineren Stromschnellen. Die Guides ließen es mit Absicht zu, dass sich das Raft auch mal dreht und steuerten uns direkt noch einmal zurück in die Stromschnellen. Somit ging die Nase des Rafts unter und die vorderen Plätze bekamen eine schöne Dusche. Dreimal dürft ihr raten wer vorne saß;). Bis hierhin hatte sich das ganze schon gelohnt, doch das war erst der Anfang! Nach ein paar weiteren Stromschnellen kamen wir zu unseren ersten Wasserfällen! Ja ihr habt richtig gelesen, Wasserfälle! Jetzt wurde uns noch einmal erklärt wie wir paddeln sollen und wie wir uns zu Verhalten haben. Der erste Wasserfall war drei Meter hoch und  der zweite folgte ein paar Meter danach mit guten zwei Metern. Jetzt werden manche sagen: ,,Was sind schon drei Meter?”, aber glaubt uns, wenn ihr in dem Raft sitzt, dann reichen euch erstmal drei Meter. Die ersten zwei Wasserfälle waren einfach genial! Mal ehrlich, wer ist schonmal in seinem Leben mit einem Schlauchboot einen Wasserfall heruntergestürzt? Anschließend wurde ein kurzer Stop hingelegt, da es einige Möglichkeiten gab von Felsen in den Fluß zu springen. Somit saß man nicht nur im Raft, sondern hatte auch noch Abwechslung und konnte sich einen weiteren Kick holen. Wieder im Raft angekommen ging die Reise weiter. Einige rasante Stromschnellen galt es zu bewältigen und schließlich stoppte das Boot und es wurde auf die anderen Rafts gewartet. Hier hielt ein Guide eine kurze Ansprache und erklärte einige Fakten über den Kaituna River und darüber, warum der Fluss eine große Bedeutung für die Maori hat. Hier gab es auch die Möglichkeit auszusteigen und einen Weg zurückzulaufen, für all diejenigen, die zu viel Angst hätten, sich den sieben Meter hohen Wasserfall zu stellen. Natürlich will das aber niemand verpassen! Also ging es ans Eingemachte! Ein letztes Mal bekamen wir eine Sicherheitseinweisung und nochmals Anweisungen die es zu befolgen galt. Und da war er dann, der sieben Meter hohe Wasserfall. Sieben Meter! Da ging der Herzschlag schon ein bisschen schneller. Zwei schnelle Paddelschläge nach vorn, ,,Get down!” rief uns der Guide zu und dann ging alles ganz schnell. Wir fielen den Wasserfall herunter, sanken im Wasserbett ein und schnallten extrem schnell wieder heraus. Da geschah es. Wir kippten! Mitten unter einem sieben Meter hohen Wasserfall kippte das gesamte Schlauchboot einmal um. Alle Insassen, inklusive Miri und mir, waren verstreut und versuchten wieder zum Boot zu kommen. Ich suchte nur kurz nach Miri, welche entspannt in der Luftblase unter dem Raft verweilte und dann gab der Guide schon neue Anweisungen. Innerhalb von drei Minuten hatte er das Raft wieder in die Ausgangsposition gedreht und alle konnten einsteigen. Nach einem kurzen Moment des Schocks, kam ein Moment der Faszination und der puren Freude. Wir sind gerade den höchsten raftbaren Wasserfall runtergestürzt und noch dazu gekippt und dennoch sitzen wir heil und glücklicher denn je in einem Schlauchboot und würden es jederzeit wieder machen! Nachdem alle Rafts runtergekommen sind, ging es auf die letzte Etappe. Ein paar Stromschnellen, in denen man sich auch ohne Raft treiben lassen durfte. Auch das war eine super Erfahrung! Der Fluss hat einem den Weg vorgegeben und man wurde einfach durch die Stromschnellen gerissen. Wieder zurück im Boot kamen noch ein paar weitere, sogenannte Rapids (Stromschnellen), bevor unser Abenteuer auf dem Kaituna River vorüber war. Auf dem Rückweg war jeder euphorisch und glücklich! Wir wurden wieder zurück zur Station gefahren, zogen uns um und redeten noch ein wenig mit den Guides. Das Team war einfach Klasse und hat einem durchgängigg das Gefühl vermittelt gut aufgehoben zu sein. Der ganze Trip hat uns so gut gefallen, dass wir das ganze vier Monate später noch einmal wiederholt haben.

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So liebe Entdecker, ihr habt nach einem Highlight gefragt und das war definitiv eines!
Miri und ich können jedem empfehlen diese Tour zu machen. Ihr bezahlt zwischen 50 und 85 NZD je nach Anbieter und bekommt dafür ein echt unvergessliches Erlebnis.
Wir wissen jetzt schon, dass wir diesen Winter wieder den Kaituna River bezwingen werden!

Never stop exploring and safe travels!

Miri und Micha


 

Wie fandet ihr den ersten Teil unserer Explorer-Diaries Reihe? Schreibt es gern in die Kommentare!
Sollte ihr Fragen, Anregungen oder ähnliches haben, dann schreibt es ebenfalls in die Kommentare oder schreibt uns auch gerne persönlich!

 


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