Ein Wochenende in … Venedig

Romantisches Venedig. Na sei ehrlich, hast du auch schon davon geträumt, durch die berühmte Lagunenstadt zu schlendern?

Schluss mit dem Träumen, rein ins Abenteuer! Nun werden die Koffer gepackt für dein nächstes Miniadventure: Ein Wochenende in … Venedig!

Die Anreise und Abreise

Mit Bus & Bahn

Für etwa 30 Euro pro Person fährt mehrmals täglich ein Bus zwischen Venedig und München. Etwas teuerer, aber dafür auch schneller ist die Bahnverbindung. Beide Verbindungen bringen dich direkt bis  in die Stadt.

Mit dem eigenen Auto

Auch mit dem eigenen Fahrzeug kommt man insbesondere aus Süddeutschland, doch in recht annehmbarer Zeit nach Venedig. Für die Strecke von München nach Venedig sollten etwa 6 Stunden eingeplant werden.

Die Sache mit dem Parken

Das eigene Fahrzeug mit nach Venedig zu bringen kann schnell zu einer äußerst teuren Angelegenheit werden. Etwas günstiger, aber nach unserem Geschmack immer noch recht preisintensiv, sind die Festlandparkplätze. In den überwachten Parkhäusern kannst du dein Auto auch guten Gewissens über das Wochenende stehen lassen.

Mit dem Flugzeug

Auf Skyscanner und Momondo findest du täglich Angebote für Flugverbindungen von allen großen Flughäfen Deutschlands nach Venedig. Für einen Flug von Berlin / Frankfurt nach Venedig kann man mit etwa 40 € pro Person rechnen. Wohl die komfortabelste Möglichkeit für einen Wochenendtrip. Wir persönlich greifen aber aufgrund der ökologischen Verträglichkeit lieber auf Bus und Bahn zurück.

Vom Flughafen „Venice Marco Polo“ fahren in regelmäßigen Abständen Busse, mit welchen du innerhalb von 20 Minuten Venedig erreichst. Alternativ kannst du auf ein Wassertaxi zurückgreifen (Vorsicht: sehr teuer!).

Die Unterkunft

Airbnb

Hier findest du die wohl größte Auswahl an Unterkünften. Insbesondere Low-Budget Reisende kommen hier auf ihre Kosten. Aber auch wer eine etwas luxuriösere Unterkunft sucht kann hier zwischen zahlreichen Luxusappartements direkt in der Innenstadt wählen.

Du bist noch nicht bei Airbnb registriert? Hier anmelden und einen 18 € Gutschein sichern.

Hostel & Hotel

Bei der Vielzahl der Hostels und Hotels ist es recht schwierig sich einen guten Überblick zu verschaffen. Insgesamt lässt sich aber sagen, dass die Qualität der Unterkünfte häufig nicht deren Preisen entsprechen, weshalb wir uns nach alternativen Möglichkeiten umgesehen haben.

Unsere Empfehlung für alle mit eigenem Auto: Ein Campingplatz außerhalb von Venedig

All denen, die mit einem eigenen Auto anreisen, können wir diese Variante empfehlen. Auf den zahlreichen Campingplätzen um Venedig herum, findet man vom kleinen Häuschen bis zum Caravanstellplatz für fast jeden eine passende Unterkunft. Der große Vorteil ist: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist einfach so viel besser! Insbesondere der Vela Blue Campingplatz ist wunderschön gelegen, persönlich & familiär geführt.

Überfahrt & Transportmittel innerhalb Venedigs

Das praktischste Verkehrsmittel innerhalb Venedigs sind die Linienboote der städtischen Verkehrsverbundes (ACTV). Ein Ticket bekommst du für 6 Euro für eine Einzelfahrkarte.

Deutlich teuer sind Wassertaxis (motoscafi). Ob es sich lohnt den Mehrpreis von meist über 50 Euro zu bezahlen ist natürlich Geschmacksache, wir persönlich sehen dafür aber wirklich keinen Grund.

Was gibts zu sehen? Die Sehenswürdigkeiten Venedigs

Der erste Tag.

Zunächst das Offensichtliche! Heute ist es Zeit erst einmal mit dem Geist in der Lagunenstadt Venedig anzukommen. Lass dir Zeit und genieße die „Big Five“ Venedigs.

Markusplatz & Markusturm

Der Markusplatz ist der bekannteste Platz Venedigs. Hier tummeln sich die meisten Touristen, auch fliegende Händler, überteuerte(!) Restaurants und die meisten der bekannten Gebäude, wie der Dogenpalast und der Markusdom, befinden sich hier. Die umliegenden beeindruckenden Gebäude überwältigen im ersten Augenblick einfach.

Trotzdem hier eine kleine Warnung vorweg: Der Toilettenbesuch in einem Restaurants kann hier so viel kosten, wie eine ganze Mahlzeit auf dem Festland. So schön es auch aussehen mag, für den Geldbeutel lohnt es sich zwei Gässchen weiter ein Restaurant zu wählen. Die etwas ruhiger gelegenen Cafés etc. empfanden wir noch dazu eh als viel schöner :).

Am Markusplatz findest du auch den Markusturm, das Wahrzeichen der Stadt Venedig. Früher diente er als Leuchtturm. Heute ist er für Besucher zugänglich. Um lange Wartezeit zu ersparen lohnt es sich vorher im Internet ein „Ticket ohne Anstehen“, zu kaufen, welches du für 15 Euro bekommen kannst.

Als höchstes Gebäude der Stadt Venedig, bietet der Turm, einmal oben angekommen, eine unglaubliche Aussicht über die Stadt. Es lohnt sich!

Dogenpalast

Auf dem Markusplatz stehend, ist der Dogenpalast wohl kaum zu verfehlen. Kaum vorstellbar, dass dieses prunkvolle Gebäude schon seit dem 9 Jahrhundert Sitz des Dogen war. Als Regierungsgebäude demonstriert es auch heute noch gut, welche Macht die Seenation Venedig einmal innehatte.

Heute ist der Dogenpalast ein Museum, welches Sommer wie Winter täglich geöffnet hat. Ein Ticket erhält man für 20 € pro Person (14 € für Kinder / Studenten & Senioren). Empfehlenswert ist es allerdings, sich bereits sehr früh morgens anzustellen, alternativ musst du dich auf lange Warteschlangen gefasst machen.

Markusdom (Basilika di San Marko)

Auch der Markusdom befindet sich am Markusplatz und gehört zu den Sehenswürdigkeiten Venedigs von denen jeder schon einmal etwas gehört hat. Dementsprechend stehen auch hier lange Warteschlangen auf dem Programm.

Bemerkenswert ist, dass der Eintritt in den Markusdom grundsätzlich kostenlos ist. Nur wer bestimmte „Extras“ wie die Schatzkammer sehen möchte muss eine Tour oder ein entsprechendes Ticket kaufen.

Wichtig: Der Eintritt in den Markusdom wird nur bei entsprechender Kleidung gewährt. Bedeckte Schultern und Knie sind ein Muss.

Seufzerbrücke

Die berühmte Seufzerbrücke wirkt weniger wie eine „echte“ Brücke, sondern mehr wie eine Verbindung zweier Gebäude. Unter dieser fließt der Kanal Rio di Palazzo. Doch welche zwei berühmten Gebäude bräuchten solch eine Verbindung? Der Name des Kanals verrät worum es sich handeln könnte:

Zwischen dem Dogenpalast auf der einen, und dem Gefängnis Venedigs auf der anderen Seite spannt sich diese 11 Meter lange und schmale Kalksteinbrücke auf. Gebaut wurde sie um die im Dogenpalast Verurteilten zur Haft in die Gefängnisräume zu leiten. Auf dieser Intension beruht auch der Name „Seufzerbrücke“: Von der Brücke aus, konnten die Häftlinge den letzten Blick auf die Lagune werfen, bevor sie ihre Haft antraten.

Am Abend.

Gondelfahrt in Venedig

Eine Gondelfahrt in Venedig hat schon einen sehr besonderen Charme und gehört für viele Besucher einfach dazu. Auch wir haben uns nicht zurückhalten können, und müssen sagen: es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Eine Gondelfahrt ist allerdings kein Schnäppchen: Mit etwa 90 Euro musst du für eine private Gondel rechnen. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, sich eine Gondel mit anderen zu teilen.

Freie Gondeln findest du fast überall in der Stadt. Einfach mal hingehen und nach dem Preis(!) und der Strecke fragen.

Der Sonntag.

Tag zwei deines Mini-Adventures. Es geht weiter. Auf zum Bummel durch die kleinen Gässchen in denen man sich so wunderbar verlaufen kann!

Am Morgen.

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Das gilt zumindest für einen Besuch in der touristischen Stadt Europas. Du gehörst eher zur Partei der Nachteulen? Wir können dir versichern: es wird sich lohnen!

In der Frühe gehört Venedig noch den Einheimischen und du wirst Venedig von seiner ganz anderen Seite kennen lernen.

Canal Grande

Der Canal Grande zieht sich mit einer riesigen S-Kurve mitten durch Venedig und trennt die Stadt dadurch in zwei Hälften. Vier Brücken überspannen den Kanal, deren Älteste die Rialto Brücke ist.

Neben den Brücken ist es an vielen Stellen aber auch möglich mit den Vaporetti (Linienbooten) oder Gondeln auf  die andere Seite überzusetzen.

Rialto Brücke

Die Rialto Brücke ist wohl auch eines der Venedig „Must-Do’s“. Die knapp 50 Meter lange und 20 Meter breite Brücke war bis ins 19 Jahrhundert die einzige Brücke, welche den Canal Grande überspannte. Heute tummeln sich hier Geschäfte und Restaurants, sowie natürlich tausende Touristen, die das Überqueren der Brücke zu einem kleinen Abenteuer werden lassen.

Kleinkunst

Venedig ist Künstlerstadt durch und durch. Das wird einem spätestens beim Schlendern durch die zahlreichen Gässchen klar. Kunst findet sich einfach an jeder Ecke. Schlendere doch einfach mal durch die Gässchen und lasse dich von der kreativen Atmosphäre inspirieren.

Für den Nachmittag

Insel Murano

Auf der Insel Murano geht es, gemessen an den venezianischen Verhältnissen, etwas beschaulicher zu. Auf die Insel, die bekannt für ihre Glasbläserei ist, erreicht man von Venedig aus super schnell mittels der Linienboote.

Dort angekommen findet man zahlreiche Werkstätten, welche es den Touristen teilweise auch ohne Eintritt ermöglichen, den arbeitenden Glasbläsern bei der Arbeit zuzuschauen. Aber auch sonst hat die Insel Murano viel zu bieten: Süße Gässchen, alte Kirchen und das Museo Vetrario di Murano mit einer Sammlung historischer Glasbläserstücke, sind nur einige davon.

Unser Lieblingstipp:

Der Rialtomarkt

Der Geruch verrät schon viele Meter entfernt, was dich hier erwartet. Auf dem Markt von Rialto findet jeden Montag bis Samstag von 7:30 bis 13 Uhr ein Gemüse- sowie ein riesiger Fischmarkt statt. Hier wird frischer Fisch aus der Adria gefeilscht und besonders in der Frühe kann man hier etwas Luft vom Leben der Einheimischen schnuppern. Sobald die ersten Boote vom Festland kommen, wird der Markt allerdings von den Touristen überrannt. Trotz alledem findet man hier kaum touristischen Kitsch. Der Markt gehört einfach nach wie vor den Venezianern.

Beste Reisezeit

Unbedingt außerhalb der Saison! Insbesondere während der Zeit des Acqua Alta (dem alljährlichen, winterlichen Hochwassers in Venedig) kann man die Stadt noch wirklich genießen. Vor dem Hochwasser braucht man außerdem keine Angst zu haben. Ein Hochwasser hält nie länger als einen halben Tag. In dieser Zeit findet man mittels zahlreicher Wegweiser diejenigen Brücken, welche auch während eines Hochwassers noch nutzbar sind.

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