15 Wwoofing Tipps für deinen perfekten Farmstay in Neuseeland

1. Erstelle ein sehr persönliches & ehrliches Profil

Ja, über sich selbst zu schreiben ist manchmal gar nicht so einfach. Für dein Traum – Wwoofing lohnt es sich aber definitiv. Denk daran: Die Hosts laden dich ein, für einige Zeit Teil ihres Lebens zu werden! Natürlich ist dann klar, dass sie bei der Entscheidung auf ihr Bauchgefühl vertrauen. Na, was würde dein Bauchgefühl sagen, wenn im Profil ein Einzeiler steht und auf das Profilbild verzichtet wurde?

2. Bewirb dich ausführlich & originell

Schnelle „Copy and Paste“ Anfragen werden von den Hosts oftmals gar nicht beantwortet. Das können wir gut verstehen. Diese „Spamnachrichten“ zeigen doch nur, dass der Wwoofer gar nicht an diesem Host oder dieser Farm interessiert ist, sondern einfach „irgendwo“ unterkommen will. Vielleicht auch nur, weil gerade das Geld knapp ist…

Um dich von solchen Anfragen abzuheben, sollte deine Anfrage möglichst persönlich und originell sein. Beschreibe dich in der Anfrage möglichst genau und verzichte auch nicht darauf, deine Erfahrungen und Kenntnisse zu erwähnen.

Schreibe auch, warum du gerade zu diesem Host / auf diese Farm möchtest. Was erhoffst du dir von deinem Aufenthalt? Bist du an der Arbeit interessiert oder findest du das Profil einfach besonders sympatisch? Schreib es in deine Anfrage – dein Wwoofing Platz ist dir damit schon fast sicher!

Kontaktaufnahme Wwoofing Neuseeland

Über jede Wwoofing Rückmeldung haben wir uns gefreut wie kleine Kinder: Hier die Antwort von Michal und Pete.

3. Schau nicht nur bei wwoof.nz nach Jobs

Dieser Tipp mag etwas verwirren: wie soll man abseits der Wwoofing Plattform an einen Wwoofing – Job kommen? Ganz einfach: das Grundprinzip des Wwoofens, also das Arbeiten gegen Kost und Logis, findet man fast überall in Neuseeland. Schau dich um! Das ursprüngliche „Wwoofen“ ist zwar ausschließlich auf (organischen) Farmen zu finden, jedoch gibt es auch unglaublich viele weitere „Wwoofing“-Jobs abseits der Farmarbeit. Vielleicht bist du ja auch an Homestays, Kinderbetreuung oder Ähnlichem interessiert?

Schau doch mal auf diesen Seiten vorbei: auch hier findest du viele Angebote zu Arbeit gegen Kost und Logis, ganz wie beim Wwoofing!

HelpX

Hier kannst du als Gastnutzer bereits alle Inserate lesen. Um an die Kontaktdetails der Hosts zu kommen musst du allerdings, wie beim Wwoofing, einen bezahlten Account erstellen. Mit 19€ für 2 Jahre ist dieser allerdings deutlich günstiger als bei Wwoof.

WorkAway

Auch hier kannst du als Gastbenutzer bereits Inserate lesen, musst jedoch registriert sein um Hosts zu kontaktieren (32€ pro Jahr). Workaway ist perfekt für Weltreisende, da es die einzige Plattform ist, auf welcher man, als registrierter Nutzer, Zugang zu den Kontaktdaten von Hosts weltweit hat (nicht nur für ein einziges Land). Leider ist Workaway in Neuseeland vergleichsweise unbekannt, sodass es neuseelandweit „nur“ ca. 1000 Hosts gibt.

4. Bewirb dich rechtzeitig.

Last – Minute Requests funktionieren nur manchmal, wenn die Hosts dringend Hilfe benötigen. Momentan ist Wwoofing aber so bekannt, dass du kaum einen Host findest, der dich ganz spontan noch aufnehmen kann. Bedenke auch, dass viele Hosts in sehr ländlichen Gebieten wohnen und etwas Zeit brauchen um alles für dich vorzubereiten und einzukaufen.

5. Suche eine Arbeit die zu dir passt.

Schafe scheren oder Kinder betreuen? Kühe melken oder Gartenpflege? Die Auswahl ist groß. Sei ehrlich zu dir selbst: was passt zu dir? Entscheide dich für einen Job, welcher auch zu deinen Interessen und Fähigkeiten passt.

Kühe melken beim Wwoofen in Neuseeland

Das Kühe melken war eines unserer Lieblings-Jobs. Hier sind wir gerade in der Bay of Plenty bei unserer 2. Familie.

6. Suche dir ein interessantes Umfeld.

Am Meer, im Urwald oder in der Großstadt, ob man einen Ort interessant findet hängt nicht immer nur von dessen Lage ab. Wir haben fast immer auf Pferdefarmen gewwooft und es dort jeden Tag aufs Neue genossen. Also, welche Location würdest du interessant finden?

7. Lies die Erfahrungsberichte anderer Wwoofer.

Durch das Lesen der Reviews und Erfahrungsberichte anderer Wwoofer kannst du dich vor schlechten Erfahrungen schützen. Bedenke aber, dass Bewertungen subjektiv sind. Eine schlechte Bewertung muss nicht immer die Schuld des Hosts sein, machmal führen leider auch falsche Erwartungshaltungen des Wwoofers zu negativen Reviews.

8. Bring Arbeitskleidung mit.

Beim Wwoofen kannst du dir in einer Sache zu 100% sicher sein: du wirst dich auch mal dreckig machen. Ob das luftige Sommerkleid also zum Arbeiten die richtige Wahl ist, musst du selbst wissen. Solltest du absolut keine arbeitstaugliche Kleidung dabeihaben (und welcher Backpacker hat das nicht?) dann hilft dir nur noch eines: der Gang zum Warehouse!

Gartenarbeit beim Wwoofing in Neuseeland

Auch Unkraut zupfen & Gartenarbeit gehörte zum Alltag, nicht unbedingt meine Lieblings-Aufgabe.

9. Sprich besondere Erwartungen deinerseits schon beim ersten Kontakt an.

Vom Vegetarier über den Freelancer zum Tierhaarallergiker: Allen Wwoofern gerecht zu werden, kann als Hosts ganz schön schwierig sein. Insbesondere, wenn aus Angst vor einer Absage, Dinge nicht offen und ehrlich angesprochen werden. Frust aufgrund falscher Erwartungen ist dann vorprogrammiert. Deshalb: sprich Besonderheiten oder deine Wünsche immer im Vorhinein an!

10. Wwoofe nicht ohne eine Auslandskrankenversicherung.

Eine Auslandskrankenversicherung solltest du als Reisender in Neuseeland sowieso haben, klar. Wieso du eine Auslandskrankenversicherung brauchst, und welche wir nutzen erfährst du hier!

11. Nutze eine neuseeländische SIM Karte.

Wichtig ist es, dem Host immer zügig per Anruf oder Nachricht antworten zu können. Ohne eine neuseeländische SIM Karte ist das jedoch entweder fast unmöglich oder super teuer. Eine neuseeländische SIM Karte kostet nicht viel und erleichtert dir die Kontaktaufnahme mit Einheimischen enorm. Wir nutzen übrigens am liebsten die Vodaphone Prepaid Card.

12. Sei am Lernen von Neuem interessiert.

Es kann eine grandiose Erfahrung sein, über den Tellerrand zu schauen und neue Dinge auszuprobieren. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man sich Neuem gegenüber öffnet. Ein kurzes Beispiel aus unserer Wwofing Zeit:

Wie würdest du damit umgehen, wenn deine Host – Mum dir plötzlich erklärt, dass du die Nudeln für das gemeinsame Abendessen gerade „falsch“ kochst?

„Aber so habe ich Nudeln doch schon mein Leben lang gekocht!“, denkt du dir vielleicht …

Solchen Situationen wirst du als Wwoofer immer wieder gegenüberstehen. Da hilft nur, durchatmen und sich zeigen lassen wie es auch anders gehen kann. Wer weiß, vielleicht lernt man ja was fürs Leben!?

13. Habe realistische Erwartungen.

Wohl der wichtigste Tipp. Mit der romantischen Vorstellung des Schafe scherenden „Cow-girls“ wirst du nicht weit kommen. Wwoofing kann auch mal schweißtreibend, langweilig oder eklig sein, und das ist auch okay so!

14. Frag nach!

Ein kleines Beispiel aus unserer Wwoofing Zeit: Während unseres ersten Aufenthalts auf einer Pferdefarm hätten wir nichts lieber getan, als nach unserer Arbeit reiten zu gehen. Jedoch trauten wir uns eine Woche lang nicht, danach zu fragen. Letztendlich hat Michael auf dieser Farm das Reiten erlernt. Wie schade wäre es gewesen, wenn wir diese Frage nicht gestellt hätten?

Nehmt dies als kleinen Anreiz: redet mit euren Hosts offen über eure Bedürfnisse. Ihr werdet erstaunt sein!

Wwoofing Neuseeland mit Pferden

Am ersten Tag durften wir gleich mit zum Strandausritt. Das ist er: der Neuseeland-Wwoofing-Traum!!

15. Lass dich auf die neuen Umstände ein – sei bereit Entbehrungen in Kauf zu nehmen.

Porridge findest du eklig, und Unkraut zupfen war auch noch nie dein Ding? Keine Sorge, beim Wwoofing in Neuseeland ist oft aller Anfang schwer. Ein anderer Alltag, neue Menschen und wenig Privatsphäre, machen es einem anfangs gar nicht so leicht. Du, wie auch deine Wwoofing Hosts brauchen einfach etwas Zeit um aufzutauen. Gib dir diese Zeit und akzeptiere ruhig auch mal andere Lebensformen und Denkweisen, auch wenn sie nicht mit deinen eigenen übereinstimmen.

Vom Leben auf dem Sofa über Löwenzahn – Smoothies und selbstgezüchteten Kombucha haben wir alles erlebt. Und mit etwas Gewöhnungszeit geniest man dieses andere Leben auch. Über den Tellerrand schauen kann unglaublich viel Spaß machen, man darf einige Dinge nur nicht zu verbissen sehen!

 

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